Mai 2017
- eine sehr seltsame Amphibiensaison scheint zu Ende zu sein…

Foto: Katharina Wörner

Milde Tage bereits im Februar, anhaltend kalte Nächte im März,
Frost und Schnee noch im April, insgesamt viel zu trocken
– 2017 hatte man es als Amphib besonders schwer auf der Hochzeitsreise!
Auch an anderen Stellen machten sich in diesem Frühjahr deutlich weniger Tiere auf den Weg, bei uns mit unter 1000 Tieren weniger als die Hälfte der erwarteten Anzahl.
Dass das aus ca. 20 Helferinnen und Helfern zwischen 6 und 60 Jahren bestehende Team im Vergleich zu den Vorjahren deutlich weniger Tieren „weiterhelfen“ musste, zeigt aber auch, dass das nächtliche Durchfahrverbot im Krokusweg rund einem Drittel der Amphibien ein gefahrloses und zaun-und-eimer-stress-freies Überqueren ermöglich hat.
Laut einer aktuellen Pressemeldung des Landes Baden-Württemberg sind zwei Drittel der Amphibien- und Reptilienarten im Land akut vom Aussterben bedroht – eine traurige Bestätigung für die Wichtigkeit unserer Bemühungen!
Um bereits Kinder und Jugendliche für Natur und Tiere zu sensibilisieren, hatten wir außer den morgendlichen und nächtlichen Einsätzen auch noch andere Programmpunkte.
So war unser Einsatzgebiet (Roßbergstraße bis Schützenhaus, Enzian- und Krokusweg) an zwei Terminen Schauplatz für Aufnahmen für einen Lehrfilm.
An einem weiteren Tag hatte eine Schulklasse der Roßbergschule auch mit wenigen Kröten Freude und neue Erkenntnisse bei der morgendlichen Zaunpatrouille und der Eimerkontrolle.
Bei einem nächtlichen Einsatz ließ sich eine Redakteurin des Kinder-GEA die Schutzmaßnahmen erklären, transportierte und fotografierte Kröten und verfasste dann eine ausführliche „Montagsseite“ darüber.
Ein herzlicher Dank wieder allen Helfern, Unterstützern und Interessierten    mit einem Grillfestle im Juni werden wir die diesjährige Saison beenden und freuen uns auch für das kommende Jahr auf Teamzuwachs, Infos und Kontakt unter 07121/320993 oder
bund.reutlingen@bund.net.

Januar 2017
- auch in diesem Frühjahr werden die Amphibien wandern
- wer hilft ihnen beim Nicht-überfahren-werden?

  HelferInnen werden benötigt
- fürs morgendliche Eimerleeren am Zaun,
  eine außer während des größten Schwungs eher geruhsame Tätigkeit
- für den frühabendlichen/nächtlichen Einsatz auf der Straße
  (zwei Schichten zur Auswahl), kann in milden Regennächten auch mal sportlich werden
- für die Zaunaufstellung, je nach Wettervorhersage manchmal recht kurzfristig
  Weitere Infos und Kontakt unter Tel. 07121/320993 oder bund.reutlingen@bund.net.

Und nun der alljährliche Tipp zum Weitersagen:
wer Kröte & Co. in bester Absicht zwischen die Räder nimmt,
sollte dies möglichst im Schritttempo tun
– bei mehr als 30 km/h sterben die Tiere elend durch den Unterdruck
   unter dem Fahrzeug …

Juni 2016
- Saisonabschluss

mit einem Grillfestle für die Helferinnen und Helfer
bei bestem Amphibienwetter: mild und nass...



April 2016
- Hochzeitsreise der Amphibien beendet!
In diesem kalten und trockenen Frühjahr mussten die Amphibien
und ihre HelferInnen lange auf geeignetes Wanderwetter warten.
Am 23.3. ging es zunächst erst zögerlich los, aber dann kreuzten
in der Ostermontagnacht bei Dauerregen über 600 Tiere Strassen und Wege
unterhalb des Rossbergs.
Die Rückwanderung war bereits am 10.4. beendet
- so flott könnte es gerne jedes Jahr gehen!
Die Laichwanderung 2016 in Zahlen:

21 Helferinnen und Helfer zwischen 5 und 55 Jahren
haben in 265 ehrenamtlichen Arbeitsstunden
auf 1,2 km Strecke (davon 450 m Leiteinrichtung mit 34 Fangeimern)
2822 Erdkröten, 291 Bergmolchen, 112 Grasfröschen und 19 Feuersalamandern
beim Nicht-Überfahren-Werden geholfen

- sind Sie nächstes Jahr mit dabei?



Januar 2016
- Winter? – Auch die Amphibien sind irritiert…
Durch den bisherigen Verlauf dieses Winters ist der voraussichtliche Beginn der "Krötenwanderung“ noch schwerer einzuschätzen als sonst - am zweiten Weihnachtsfeiertag wurde ein putzmunterer Grasfrosch gesichtet…
Auch in diesem Jahr werden wir wieder den Schutzzaun aufstellen und die Tiere morgens aus den Fangeimern und abends von der Strasse absammeln -
möchten Sie mithelfen?

Weitere Infos unter Tel. 07121/320993 oder bund.reutlingen@bund.net

Und nun der alljährliche Tipp zum Weitersagen:
wer Kröte & Co. in bester Absicht zwischen die Räder nimmt, sollte dies möglichst
im Schritttempo tun
– bei mehr als 30 km/h sterben die Tiere elend durch den Unterdruck unter dem Fahrzeug …

Mai 2015
- Laichwanderung geschafft!

8 Wochen Einsatz,
20 Helfer/innen,
360 Arbeitsstunden,
3200 lebende Tiere
(2937 Erdkröten, 223 Bergmolche, 32 Grasfrösche, 9 Feuersalamander)

Februar 2015
- Amphibien in den Startlöchern
Auch in diesem Jahr werden sich mit Beginn milderer Witterung ab Februar/März
wieder die Amphibien auf die gefährliche Wanderung zu ihren angestammten Laichgewässern machen.
Erfreulicherweise bietet die Natur rund um Gönningen noch relativ vielen Tieren Lebensraum, die anderswo schon stark dezimiert oder sogar ausgestorben sind.
Der Weg einiger Kröten-, Molch- und Froschpopulationen führt über die Roßbergstrasse,den Krokusweg und den Schönblickweg am Schützenhaus.
Dort werden wieder mobile Leiteinrichtungen aufgestellt werden, ausserdem werden die ehrenamtlichen Helfer auch abends und nachts Tiere dort von der Strasse holen, wo Schutzeinrichtungen nicht möglich sind.
Wichtig zu wissen: auch wer die Tiere in bester Absicht „zwischen die Räder“ nimmt, sollte das nur im Schritttempo tun, sonst sterben sie elend an inneren Verletzungen durch den Unterdruck unter dem Fahrzeug.
Kröten & Co. wandern von Beginn der Dämmerung bis nach Mitternacht
und vor allem in milden Regennächten.
Das „Gönninger Krötenteam“ bedankt sich schon jetzt für Rücksicht und Unterstützung und freut sich wieder auf viele Interessierte!

  Bild: D.Czapalla

März 2014
 - Naturschutzpreis für „Gönninger Krötenteam”

Das „Gönninger Krötenteam” hat beim 25. Zwiefalter Naturfonds-Wettbewerb einen von 6 Preisen für das Projekt im Jahr 2013 gewonnen. Das aus 12-16 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern bestehende Team hatte im vergangenen Jahr in über 140 Einsatzstunden ca. 1650 Amphibien vor dem potentiellen Strassentod während der Laichwanderung bewahrt. Bei der Preisverleihung am 14.3.14 wurde insbesondere gewürdigt, „wie mit Hartnäckigkeit und Humor, Engagement und Sachverstand im Naturschutz vor der eigenen Haustür etwas bewegt werden kann”. Auch im Frühjahr 2014 konnten die Artenschützer durch verbesserte Schutzmaßnahmen und über 330 Stunden Einsatz morgens, abends und nachts annähernd 2600 Amphibien bei ihrer lebensgefährlichen Wanderung helfen, hauptsächlich Erdkröten, aber auch Grasfröschen, Bergmolchen und Feuersalamandern. Die mit einer Kindergartengruppe geplante morgendliche Führung musste leider wegen Krankheit im Erzieherinnenteam ausfallen, jedoch hatten sie abends oft „jugendliche Verstärkung” – klasse! Herzlichen Dank auch an alle Unterstützer und rücksichtsvollen Autofahrer!



Wie hilft man einem Lurch?

Was Sie über Frösche, Molche & Co. wissen sollten. Und wie sie geschützt
werden können.

Broschüre des BUND als .pdf zum Herunterladen

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