BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Amphibien in den Startlöchern

BUND bittet um Rücksichtnahme für die Tiere und ihre menschlichen Helfer.  
Wie in jedem Frühjahr machen sich in den nächsten milden Tagen ab Einbruch der Dämmerung die Frösche, Kröten und Molche wieder auf ihre gefährliche Wanderung zu den angestammten Laichgewässern. 

 
Foto: Marilena Schultz

Der Kreisverband Reutlingen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sammelt seit über 20 Jahren die Tiere im Markwasen rund um das Naturtheater auf, bevor sie auf die Straßen gelangen, damit sie nicht unter die Räder kommen.
Die fast 30 ehrenamtlichen „Amphibienretter“ sind erschüttert, wie dramatisch sich die Anzahl der erfassten Tiere in den letzten Jahren verringert hat. So wurden 2012 nur noch etwa 250 Erdkröten in den Fangeimern gefunden, im letzten Jahr wurden noch 122 eingesammelt, während es in den besten Jahren fast 6.000 waren.
Wie der BUND mitteilt, sind der große Einsatz beim Zaunbau und Eimereingraben und die tägliche Kontrolle damit selbst ehrenamtlich nicht mehr zu rechtfertigen.
In diesem Jahr bittet der BUND die Autofahrer und Freizeitgenießer um ganz besondere Rücksicht. Wie im vergangenen Jahr werden nicht nur die Tiere sondern auch die „Krötensammler“ bei Dunkelheit auf den Straßen im Markwasengebiet unterwegs sein, um die Tiere von Hand einzufangen und an sicherer Stelle wieder laufen zu lassen.
Die Tempo-20-Regelung sollte unbedingt beachtet werden, weil bei höheren Geschwindigkeiten schon der Unterdruck unter den Autos ausreicht, um die Amphibien zu töten. Besonders „clevere“ Tiere benutzen gern die hindernisfreie warme Straße zwischen Gaisbühl und Rudolf-Harbig-Straße für ihren großen Marsch.
Hier ist allerdings von 20:00-8:00 Uhr die Durchfahrt verboten und die Straße gesperrt, besonders „clevere“ Autofahrer sollten dies in der Dunkelheit berücksichtigen.

Die Gründe für den Rückgang der Individuenzahlen liegen nach Ansicht des BUND großenteils aber nicht ausschließlich beim Verkehr, sondern in der Summe vieler Faktoren. Dazu zählt auch der schlechte Zustand der Seen im Freizeitgebiet, die als Laichgewässer und Kinderstube für frisch geschlüpfte Frösche, Kröten und Molche dienen und dringend saniert werden müssen.
Als erste kleinere Maßnahme wurde von der Stadt am „Monte Kiki“ ein neuer Teich angelegt, und der städtische Forst hat hinter dem Wildgehege ein Ersatz-Laichgewässer geschaffen.
Die Naturschützer hoffen, dass die Population auf Dauer eine Chance bekommt nicht zu erlöschen, sondern sich durch weitere Maßnahmen etwas erholen könnte.
Weil in diesem Frühjahr wieder nur während der Abend- und Nachtstunden gesammelt wird, können zum großen Bedauern des BUND keine Aktionen zusammen mit Schulklassen und Kindergärten durchgeführt werden.

Zusätzliche Helfer sind sehr willkommen und werden fachlich angeleitet.
Interessenten, die einmal in der Woche abends Zeit haben, wenden sich bitte direkt an das Naturschutzzentrum in der Weingärtnerstraße 14,
Telefon 07121-320 993
E-Mail: bund.reutlingen@bund.net

Amphibienwanderung steht bevor

Aufgrund des milden Winters wurden bereits Amphibienschutzmaßnahmen (Sperrungen, Leiteinrichtungen) eingerichtet. Die Wanderung kann in den nächsten Tagen beginnen.

Wie auf dem Bild zu erkennen ist, sitzen die Amphibien schon in den „Startlöchern".

Helfer sind willkommen. Kontakt:

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
Kreisverband Reutlingen
Weingärtnerstr. 14
72764 Reutlingen
Telefon: 07121-320993
www.bund-reutlingen.de

Amphibienschutz im Markwasen

Der Kreisverband Reutlingen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sammelt seit fast 30 Jahren die Tiere im Markwasen rund um das Naturtheater auf, bevor sie auf die Straßen gelangen, damit sie nicht unter die Räder kommen.

Leider können wir nicht alle Frösche, Kröten und Molche mit einer Warnweste ausstatten

DIE SITUATION

Die ehrenamtlichen „Amphibienretter“ sind erschüttert, wie dramatisch sich die Anzahl der erfassten Tiere in den letzten Jahren verringert hat. So wurden 2012 nur noch etwa 250 Erdkröten in den Fangeimern gefunden, 2013 wurden noch 122 eingesammelt, während es in den besten Jahren fast 6.000 waren. (Statistik 1990-2012)

Die Gründe für den Rückgang der Individuenzahlen liegen nach Ansicht des BUND in der Summe mehrerer Faktoren. Dazu zählen der von Jahr zu Jahr zunehmende Autoverkehr in den Abendstunden, aber auch der Zustand der Seen im Freizeitgebiet, die als Laichgewässer und Kinderstube für frisch geschlüpfte Frösche, Kröten und Molche dienen. Nach unserem jahrelangen Drängen wurde 2017 von der Stadt mit der Gewässersanierung begonnen, die jetzt abgeschlossen ist.

Wir Naturschützer hoffen, dass so die Populationen auf Dauer eine Chance bekommen nicht zu erlöschen. Deshalb betrachten wir die jetzt geplanten Umbaumaßnahmen des Naturtheaters mitten im Lebensraum der Amphibien mit kritischen Augen.

Wanderer finden Informationen auf den Tafeln unseres Amphibienlehrpfades "Von Lurchen und Leuten", der in der Nähe der Endhaltestelle der Buslinie 8 beginnt und in der Nähe des Stadions endet.

HELFER UND HELFERINNEN SIND SEHR WILLKOMMEN!

Fachliche Kenntnisse sind keine Voraussetzung. Aber Sie sollten an einem festen Wochentag im Frühjahr von Einbruch der Dunkelheit bis zum Verschwinden der Freizeitpark-Nutzer (ca. 22-23 Uhr) Zeit haben, um mit kundigen KrötenhelferInnen rund um das Naturtheater „auf Streife“ zu gehen. Bei Interesse melden Sie sich bitte per Mail bei bund.reutlingen@bund.net

Weil nur noch während der Abend- und Nachtstunden gesammelt wird, können zu unserem großen Bedauern zur Zeit aus Sicherheitsgründen keine Aktionen zusammen mit Schulklassen und Kindergärten durchgeführt werden.

Quelle: http://www.bund-reutlingen.de/themen_und_projekte/amphibienschutz_im_markwasen/